Gespräch von ungeborenen Zwillingen

Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt

Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?

 

Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das was uns erwartet.

 

Blödsinn, das gibt es doch nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?

 

Das weiß ich auch nicht genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?

 

So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das Herumlaufen gar nicht, die Nabelschnur ist ja jetzt schon viel zu kurz.

 

Doch es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.

 

Es ist noch nie einer zurückgekommen von “nach der Geburt”.  Mit der Geburt ist das Leben zu Ende.

Und das Leben ist eine Quälerei und dunkel.

 

Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht,

jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen.

 

Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?

 

Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie.

Ohne sie können wir gar nicht sein!

 

Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.

 

Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören.

Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt….

Der Friseur


Mach Gott nicht verantwortlich

Ein Mann, ein Christ, kommt zu einem Friseur, um seine Haare schneiden und seinen Bart rasieren zu lassen. Während der Friseur zu arbeiten beginnt, haben die beiden eine gute Unterhaltung. Sie sprechen über viele Dinge und viele Themen. Als sie dann das Thema Gott streifen, meint der Friseur:

 

"Ich glaube nicht, dass Gott existiert."

 

"Warum sagen Sie so etwas?" fragt der Kunde.

 

"Nun, Sie müssen nur mal auf die Straße gehen, um zu sehen, dass es Gott nicht gibt. Wenn Gott existierte, würde es dann so viele kranke Menschen geben? Würde es ausgesetzte Kinder geben? Wenn Gott existierte, würde es weder Schmerz noch Armut geben. Ich kann mir keinen liebenden Gott vorstellen, der all diese Dinge erlaubt."

Der Kunde denkt einen Moment nach, aber gibt keine Antwort, denn er will keine unnötige Argumentation anfangen. Der Friseur macht seine Arbeit fertig und der Kunde verlässt den Laden.

 

Kurz nachdem er den Friseur verlassen hatte, trifft der Kunde einen Mann mit langen, dreckigen Haaren und einem Vollbart.

Er sieht schmutzig und ungepflegt aus.

Der Kunde geht zurück, betritt noch einmal den Salon, und sagt zum Friseur:

 

"Wissen sie was? Es gibt keine Friseure."

 

"Warum sagen Sie so etwas?" fragt der überraschte Friseur.

 

"Ich bin hier, und ich bin ein Friseur. Und ich habe Ihnen gerade noch die Haare geschnitten!"

 

"Nein!" ruft der Kunde. "Wenn es Friseure gäbe, dann gäbe es keine Menschen mit langen,

dreckigen Haaren und einem Vollbart, wie diesen Mann dort draußen.

Du kannst kein guter Friseur sein, denn du würdest es nicht zulassen,

dass in deiner Nachbarschaft jemand ohne richtige Rasur und ordentlichen Haarschnitt dermaßen ungepflegt herumläuft."

"Ah, aber es gibt trotzdem Friseure! Ich kann doch nichts dafür,

dass dieser Mann so aussieht. Bisher ist er nicht in meinen Laden gekommen.

Dann könnte ich ihm natürlich zu einem besseren Aussehen verhelfen“

Der Christ sieht den anderen direkt an. Dann sagt er:

 

„Dann mach Gott nicht dafür verantwortlich, dass Menschen ihre bösen Wege immer weiter gehen,

obwohl er ihnen nachgeht, sie zur Umkehr einlädt und ihnen Rettung anbietet.“