Glaubenslehre

Vorwort

Für den gläubigen Christen gibt es nur eine einzige und unfehlbare Glaubensquelle - die Heilige Schrift. Man kann sie als einen unter Gottes Eingebung durch die menschliche Hand geschriebenen Brief betrachten. Die Bibel ist ein umfangreiches Buch, welches zu lesen und zu studieren viel Zeit in Anspruch nimmt. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, unsere Glaubensgrundsätze im Internet zu veröffentlichen. Als Ziel haben wir uns gesetzt, allen Interessierten einen einfachen und unkomplizierten Einblick in unsere Glaubensgrundsätze zu verschaffen. Jeder Punkt stellt eine Quintessenz dessen dar, was wir vertreten und bekennen. Alle Punkte sind mit entsprechenden biblischen Zitaten versehen.

Wir hätten uns gewünscht, dass jeder Interessierte den Inhalt in Ruhe und mit Aufmerksamkeit liest und analysiert. Ebenfalls wäre es wünschenswert, wenn dies zu einem täglichen, systematischen und vor allem selbständigen Bibelstudium ermutigen würde.

Als lebendige Gemeinde Gottes sind wir der Auffassung, sollten wir in der Zukunft ein besseres Verständnis erhalten, sind wir jeder Zeit bereit, unsere Glaubenslehre zu überprüfen, zu ergänzen oder zu ändern. Nur einzig und allein die Heilige Schrift bedarf niemals einer Korrektur.

 

Inhalt

1. Die Lehre von der Heiligen Schrift

2. Gott - der himmlische Vater

3. Jesus Christus

4. Heiliger Geist

5. Gottes Liebe

6. Gottes Gnade

7. Gottes Gesetz

8. Gottes Tempel

9. Gottes Gericht

10. Der Glaube

11. Die Bekehrung

12. Die Hoffnung

13. Der Gehorsam

14. Das Gebet

15. Sabbat - der Tag des Herrn

16. Das tägliche Glaubensbekenntnis

17. Die äußerlichen Eigenschaften eines Christen

18. Die biblischen Bräuche

19. Der Mensch

20. Die Ehe und die Familie

21. Die Gesundheit des Menschen

22. Die Freiheit des Menschen - Achtung vor der Staatsgewalt

23. Das zweite Kommen Jesu Christi

 

1. Die Lehre von der Heiligen Schrift

Die Heilige Schrift umfasst 66 Bücher, die das Alte und Neue Testament bilden. Die 39 Bücher des Alten Testaments beinhalten die Geschichte der Menschheit - mit besonderer Rücksichtnahme des Volkes Israel – von den Anfängen bis zu der Geburt unseres Herrn Jesu Christi. Das Neue Testament (27 Bücher) beschreibt das Leben, die Werke und den Tod Jesu Christi, seiner Jünger und Nachfolger. Es erfasst, ähnlich wie das Alte Testament, die für die Menschheit erlösende Lehre Gottes.

Alle Bücher der Heiligen Schrift wurden von gottesfürchtigen Menschen niedergeschrieben, welche erfüllt von dem Geist Gottes handelten. Daher ist die Heilige Schrift die einzige und völlig ausreichende Quelle, um Gott und seinen Willen kennen zu lernen und durch seine Güte Erlösung zu empfangen.

Es ist fehlerhaft und schädlich für die Erlösung andere Bücher oder menschliche Traditionen als Quelle der Wahrheit anzusehen. Die Apokryphen sollte man als historische Briefe betrachten und niemals als der Bibel zugehörende und für das Heil wichtige Bücher.

Schriftstellen:

2. Tim. 3, 16;   2. Ptr. 1, 21;  Gal. 1, 11;  Hebr. 1, 1-2;  Mt. 24, 35;  2. Sam. 23, 1-2;   Of. 22, 18-19

 

2. Gott - der himmlische Vater

Der einzige Gott und Herrscher des ganzen Universums; der Vater Jesu Christi und der ganzen Menschheit; der Schöpfer allerlei Lebens. Er ist ein geistliches und unsterbliches Wesen. Gott ist offenbart in der Heiligen Schrift. Die Menschen können seine Macht und Größe in den Werken der Natur und in ihren eigenen Gewissen erkennen. Vollkommen erkennen ihn jedoch erst die Erlösten in der Ewigkeit. Gott hat verboten, sein Gleichnis (Bildnis) in irgendeiner Form nachzumachen.
Gott ist ein allwissendes, allgegenwärtiges, allmächtiges, mit Liebe und Gerechtigkeit erfülltes Wesen.

Schriftstellen:

1. Mo. 1, 1;   1. Sam. 2, 3;   Jes. 40, 26;  Mt. 6, 9;  Joh. 3, 16;  4, 24;   20, 17;   Apg. 17, 24-31;   Rö. 1, 20;  1. Kor. 13, 12-13;   1. Tim. 1, 17;  Eph. 4, 6;   1. Joh. 4, 8

 

3. Jesus Christus

Eingeborener Sohn Gottes und Erlöser der ganzen Welt. Durch Jesus und für Jesus erschuf Gott alles. Ähnlich wie sein Vater ist er ein geistliches und unsterbliches Wesen. Weil aus Gott geboren, erbte er seine Natur (Wesen) und wird auch selbst Gott genannt. Jesus ist seinem Vater untergeordnet und wird ihm immer Untertan bleiben.

In menschlicher Gestalt auf die Erde gekommen, erfüllte er den Willen des Vaters. Sein Opfer am Kreuz versöhnte den sündigen Menschen mit seinem Schöpfer. Durch Jesus’ Tod wurden die Menschen vom Tod erlöst und der Gottesgerechtigkeit wurde Genüge getan. Nach der Auferstehung setzte er sich zur Rechten seines Vaters, um die königliche Macht anzunehmen. Als Hohepriester nach Ordnung Melchisedeks dient er der Kirche Gottes – dem Geistlichen Tempel.

Schriftstellen:

Joh. 1, 1-3;   3, 16;  20, 17;  Hebr. 1, 3. 8-9;   4, 14-16;   8, 12;  Dan. 7, 13;  Rö. 6, 23;   5, 10-11;   1. Kor. 15, 28;   Kol. 1, 15-16;   1. Ptr. 2, 24;  Mt. 28, 18

 

4. Heiliger Geist

Er ist die Kraft Gottes, die von Gott-Vater und unserem Herrn Jesus Christus strömt. Das erste allgemeine ausschütten des Heiligen Geistes auf die Menschen ereignete sich an Pfingsten. Durch den Heiligen Geist wird der Kontakt zwischen Gott und den Menschen aufrechterhalten – seit der Schöpfung bis zum heutigen Tag. Dank seiner Hilfe kann das Werk Gottes wachsen. Mittels des Heiligen Geistes lehrt Gott sein Volk und bewährt es vor der Versuchung.

Gottes Volk ist versiegelt mit dem Heiligen Geist; das heißt, dass die Sünde gegen den Heiligen Geist eine Todsünde ist, von der es keine Erlösung mehr gibt.

Der Geist Gottes, der Geist des Herrn, der Geist des Vaters, der Geist Christi - alle diese in der Bibel vorkommenden Bezeichnungen beziehen sich auf den gleichen Heiligen Geist. Durch den Heiligen Geist schickt Gott den Menschen große und erlösende Gaben, die zur Erbauung der Gemeinden Gottes dienlich sind.

Der Aufenthaltsort des Heiligen Geistes auf der Erde ist der gläubige Mensch. Die Bibel sagt, dass das wahre Kind Gottes an den „Früchten des Heiligen Geistes“ zu erkennen sei. Der Mensch, der keine Früchte des Heiligen Geistes hervorbringt, baut die Gottes Gemeinde nicht auf und stirbt geistlich.

Schriftstellen:

Jes. 63, 7-14;   Lk. 24, 49;   Joh. 14, 16-17. 26;   15, 26;   16, 7-13;   Apg. 1, 8;  2, 1-4;  Rö. 8, 9;  Gal. 5, 22-23;   1. Kor. 2, 12;  12, 1-11;  2. Kor. 3, 17-18;  Eph. 1, 13;  4, 7. 30;  1. Thes. 4, 8;   5, 19

 

5. Gottes Liebe

Eine von den wesentlichen Charaktereigenschaften Gottes ist die Liebe. Sie ist das größte Gebot und Grundlage des Erlösungsplanes. Durch die Liebe erkennen wir Gott. Die biblische Lebensweise - gegenwärtig und in der Zukunft - ist angelehnt an das Gebot der Liebe. Die Liebe des Nächsten ist das beste Spiegelbild der Liebe des Menschen zu Gott. Demnach umfasst der Grundsatz „Gleichheit und Freiheit“ alle Menschen, ohne Rücksicht auf die Abstammung oder Nationalität. Das vollkommenste Beispiel der Liebe Gottes zu den Menschen war das Leben, der Dienst und das Opfern von Gottes einzigem Sohn, Jesus Christus.

Die Nachfolger Jesus Christus’ verstehen unter dem Begriff der Liebe das Wirken und den Dienst für das Wohlergehen anderer (darunter auch für Fremde und Feinde), so dass, dies ihr Erkennungszeichen wird.

Das ganze Gesetz Gottes ist in der Liebe zusammengefasst.

Schriftstellen:

Mt. 5, 43-48;  22, 39-40;   Joh. 3, 16;   15, 12;   17, 26;   Rö. 13, 8-10;   1. Kor. 13, 1-8. 13;  1. Joh. 4, 8-10

 

6. Gottes Gnade

Die Hauptsäule, auf welche sich jegliches Wirken Gottes gegenüber den Menschen stützt, ist die Gnade. Sie ist der Ausdruck der Liebe, gezeigt dem schwachen und unwürdigen Menschenwesen. Gott erbarmt sich über den sündigen Menschen, der sich Zorn und Strafe verdient hat. In Jesus Christus hat sich die Gnade Gottes für alle Menschen offenbart. Wenn man nach den Lüsten des Fleisches lebt und Gottes Gnade verwirft, wird man zum Widersacher von Gottes Gesetz.

Gottes Gnade ermöglicht den Menschen Vergebung der Sünden, Versöhnung mit Gott, Erlösung und gibt Kraft zum Leben im Glauben. Dank Gottes Gnade kann der Sünder ein Gotteskind werden.

Die bewusste Verwerfung von Gottes Gnade verschließt für den Menschen das Königreich Gottes.

Schriftstellen:

Mt. 18, 21-27;   Joh. 1, 12;   Rö. 3, 21-23;   Eph. 1, 3-4. 6-8;   2, 8-10;  Ps. 5, 8;  Kol. 1, 19-22;   Tit. 2, 11-14;  3,7;   Hebr. 10, 26-31

 

7. Gottes Gesetz

Der erste Gesetzgeber ist Gott selbst. Sein Wille ist in den Geboten, Vorschriften und Gesetzen ausgedrückt, die das Verhältnis des Menschen zu Gott und dem Nächsten regulieren. Das Gesetz Gottes ist die einzige Grundlage jedes gläubigen Menschen, nach der er sein Leben ausrichtet.

Das Gesetz Gottes ist zu jeder Zeit heilig, gerecht und gut. Die biblische Bezeichnung „Gesetz Gottes“ betrifft das moralische Gesetz, hauptsächlich die zehn Gebote, sowie das zeremonielle Gesetz. Das Gesetz Gottes ist in seinem Wesen unveränderlich. Jesus Christus erfüllte, als vollkommenes Opfer sterbend am Kreuz, das symbolische Zeremoniell-Gesetz. Das Moralgesetz dagegen ist für Christen die Grundregel der Frömmigkeit für ihr Leben. Das Moralgesetz umfasst zwei Gebote der Liebe (zu Gott und den Menschen), die zehn Gebote Gottes, sowie andere Gebote, welche die Moral betreffen. Durch das Moralgesetz erkennt der Gläubige die Sünde, verspürt die Notwendigkeit zur Buße und das Bedürfnis nach Gnade. Die Befolgung des Gesetzes ergibt den Beweis der Gehorsamkeit und der Liebe zu Gott. Das Moralgesetz hat nicht die Kraft zu rechtfertigen.

Für den Widersacher Gottes, seiner Anhänger und Diener war Gottes Gesetz in der ganzen Geschichte der Menschheit das Objekt besonderen Hasses.

Schriftstellen:

Ps. 111, 7-8;  19, 8-9;   2. Mo. 20, 1-17;  Hebr. 7, 15-19;  10, 1-20;  Mt. 5, 17-19. 21-22. 27-28;  19, 16-19;   Rö. 7, 7. 12;  Jak. 2, 10-12;   1. Joh. 2, 3-7;   3, 4;   Eph. 2, 14-15;  6, 11;   Kol. 2, 13-17;  Of. 14, 12;  1. Kor. 7, 19;   2. Kor. 11, 14

 

8. Gottes Tempel

Der Tempel Gottes war, ist und wird immer das einzige Zentrum des Gottesdienstes bleiben.

Im Alten Testament war der materielle Tempel Gottes ein Ort der Begegnung, an welchem sich die Menschen mit Gott trafen.

Er setzte sich aus dem Heiligen und dem Allerheiligsten zusammen. Der Tempel Gottes wurde verschieden bezeichnet: Tempel und Zelt der Zusammenkunft, Zelt des Zeugnisses (der Erkenntnis), Stiftshütte oder Haus Gottes.

Im Tempel diente man dem Herrn vor allem dadurch, dass man Tieropfer darbrachte. Dieser Tempel und diese Art des Dienens waren jedoch nicht vollkommen; sie symbolisierten den zukünftigen, geistigen Tempel und die damit verbundene neue Art des Dienens. Mit dem Tod Jesu Christi hat der alttestamentliche, materielle Tempel seine Bedeutung und Gültigkeit verloren. Ein neuer, geistlicher Tempel ist entstanden, dessen Erbauer allein der Herr ist. Dieser geistliche Tempel - auch himmlischer Tempel genannt - ist durch das Bündnis der Familie Gottes auf Erden mit der himmlischen Familie Gottes in Christus entstanden. Jesus Christus ist sein Fels, sein Fundament, sein Eckstein, sein Diener und Herr.

In diesem neuen Tempel basiert der Gottesdienst auf der Verbreitung des Wortes der Erlösung und der Versöhnung, auf geistigen Opfern, auf geistiger Priesterschaft, auf einem verantwortungsvollen Umgang mit den Gaben und der Güte Gottes.

Das Volk Gottes ist sich im Klaren, dass es selbst der Tempel Gottes ist, und sich daher stets um dessen Reinheit und Heiligkeit bemüht.

Schriftstellen:

2. Mo. 25, 8;  4. Mo. 9, 15;  Sach. 6, 12-13;  Mt. 27, 51;  Joh. 2, 19-22;   14, 23;   Apg. 7, 44. 47-49;  1. Kor. 3, 16-17;  Eph. 1, 10;  2, 6. 19-22;   5, 27;  1. Tim. 3, 15;   1. Ptr. 2, 5-9;   Hebr. 3, 6;   8, 1-2;   12, 22-24

 

9. Gottes Gericht

Damit der Mensch das ewige Leben erlangen kann, muss er die gerechten Gesetze nach Gottes Willen befolgen. Der Ungehorsam ist die Ursache, dass der Mensch sich seines Vergehens schuldig macht. Er sündigt und dadurch unterliegt er dem Gericht. Der Lohn für die Sünde ist der Tod.

Gott ist unfehlbar und somit werden auch seine Urteile unfehlbar und gerecht im Gericht beschlossen werden. Alle Menschen müssen über ihr Leben Rechenschaft vor dem Schöpfer abgeben.

Die Heilige Schrift unterscheidet einige Arten von Gerichten. Besondere Bedeutung für die Erlösung der Menschen während der Gnadenzeit hat das Gericht des Evangeliums. Darunter versteht man die durch Gott gegebene Möglichkeit, das Evangelium anzunehmen oder abzulehnen. Der Mensch ist sein eigener Richter - er richtet sich zum ewigen Leben oder zur Verdammnis.

Vom Urteil zur Verdammnis gibt es keine Errettung.

Schriftstellen:

Mt. 19, 16-19;   25, 31-41;  Offb. 19, 1-3;   Joh. 5, 24;   2. Kor. 5, 10;  Pred. 12, 13-14


10. Der Glaube

Der Glaube ist die Sicherheit, etwas zu bekommen worauf man wartet. Es ist die Überzeugung von der Wirklichkeit einer Existenz, die man nicht sieht.

Der Glaube ist die Grundbedingung, um vor Gott zu treten, sich zu rechtfertigen und Gott zu gefallen. Der Glaube ist eine Gabe Gottes. Der falsche Glaube und die Ungläubigkeit versuchen den Glauben der Kinder Gottes. Nur der, der sein Glauben auf dem unerschütterlichen Fundament der unfehlbaren Heiligen Schrift festigt, wird als Sieger aus dieser Erfahrung hervorgehen.

Der wahre Glaube der Kinder Gottes muss lebendig sein. Er äußert sich in der Befolgung des Gesetzes Gottes und in dem Vollbringen guter Taten. Durch die Liebe ist er effektiv und wirkungsvoll. Der Glaube wächst und entwickelt sich durch das Gebet, die Erfahrung, das Wort Gottes und durch den aktiven Dienst in der Gemeinde. Die Bibel sagt voraus, dass in den letzten Tagen viele die Hoffnung aufgeben und von dem Glauben abfallen werden. Das Wohlgefallen an der Welt wird für sie zum Untergang.

Schriftstellen:

Hebr. 11, 1-40;  12, 2;   10, 22;   1. Kor. 2, 5;   13, 13;   1. Joh. 5, 4;   Gal. 5, 6;  1. Tim. 3, 9;  4, 1;  1. Ptr. 1, 5-9;  Jak. 2, 19-26;   Lk. 17, 5;  Rö. 10, 17

 

11. Die Bekehrung

Bekehrung – auch Wiedergeburt genannt - ist eine tiefe und vollkommene Umwandlung, die Gott durch den Heiligen Geist im Herzen und Leben jedes sündigen Menschen bewirkt. Es ist ein einmaliges Ereignis, welches für das zukünftige Leben des Menschen eine entscheidende Rolle spielt. Jeder muss sich darauf vorbereiten, wobei die Länge der Vorbereitung für jeden verschieden ist. Die vollkommene Umwandlung, welche nur dank Gottes Gnade möglich ist, geschieht bei bewusster und freiwilliger Teilnahme des Menschen.

Das Bekehren (Neugeburt, Wiedergeburt) verändert den ganzen Menschen: seinen Geist, seine Seele und seinen Körper. Er denkt, handelt und benimmt sich anders. Der bekehrte Mensch zeigt Demut und Reue, bekennt seine Sünden und ist fest entschlossen, ein gerechtes und gottesfürchtiges Leben zu führen. Ein äußeres Zeichen der Bekehrung ist die Taufe.

Der neugeborene (bekehrte) Mensch muss täglich die Sünde besiegen. Sein Leben soll tadellos und heilig sein. Die Bibel sagt: der neugeborene Mensch muss sich „täglich erneuern“.

Schriftstellen:

Jes. 55, 7;  Joel 2, 12-13;   Joh. 3, 1-7;  Apg. 2, 38;  Eph. 4, 22-33;   2. Kor. 4, 16;  7, 10;   1. Joh. 1, 9

 

12. Die Hoffnung

Hoffnung bedeutet: erfreuliches Entgegensehen eines erwünschten Wohls (Gutes), Erwarten, Vertrauen und Zuversicht; sie ist eine Sicherheit dessen, woran der Mensch teilhaben soll.

Die Hoffnung ist eine der drei Grundwerte jedes christlichen Lebens. Sie basiert auf zwei Realitäten: der Gegenwärtigen und der Zukünftigen. Die gegenwärtige Hoffnung bedeutet: das ganze Leben in die Hände des Herrn zu legen, mit der Zuversicht, dass Er uns führen wird. Unter der zukünftigen Hoffnung versteht man freundliches, vertrauensvolles, zuversichtliches und geduldiges Erwarten darauf, bis sich Gottes gesegnete Versprechungen erfüllen werden.

Die Hoffnung ermöglicht Gottes Kindern eine vollkommene, dauerhafte und ununterbrochene Gemeinschaft mit Gott, Jesus Christus in einer geistlichen Kirche (Gemeinde) zu haben.

Gottes Hoffnung beinhaltet eine feste Grundlage für das Leben der Kinder Gottes. Ohne diese - trotz Besitz verschiedener menschlicher Hoffnungen - ist das Leben des Menschen für Gott ohne jeglichen Wert; ein Mensch lebt ohne Hoffnung

Schriftstellen:

Rö. 8, 24-25;  1. Kor. 13, 13;  Eph. 2, 12;  4, 4;  Kol. 1, 5;   Ps 14, 7;   40, 5;  Apg. 24, 15

 

13. Der Gehorsam

Gehorsam gegenüber Gott ist ein unerlässlicher Faktor einer glücklichen und harmonischen Existenz der Menschheit als ganzes und des Menschen als Individuum. Ungehorsam vor Gott und seinem Gesetzt steckt in der Mehrheit der Ursachen für Tragödien und Misserfolge, die auf die Menschen fallen.

Ungehorsam bedeutet zugleich Rebellion und Sünde gegenüber dem Schöpfer und führt in das zeitliche und ewige Verderben.

Wie man Gott bis zum Tod gehorsam sein kann sehen wir am Beispiel Jesu Christi. Für alle Menschen, die ihm gehorsam sind und ihm folgen, ist er das ewige Heil. Auch die Heilige Schrift liefert uns viele Beispiele für den Gehorsam (Abraham, Hiob, Daniel und andere). Ohne Gehorsam ist kein Bekehren, keine Busse, kein heiliges Leben und keine Erlösung möglich.

Kein durch Menschen gebrachtes Opfer kann die Gehorsamkeit ersetzen.

Schriftstellen:

1. Mo. 26, 5;  1. Sam. 15, 22;  Ps. 119, 86-89;  Rö. 5, 14;   Phil. 2, 5-9;   Hebr. 5, 5-9;   1. Ptr. 1, 13-16

 

14. Das Gebet

Für jeden gläubigen Menschen bietet das Gebet eine unmittelbare und zuverlässige Kontaktform mit seinem Schöpfer. Gemäß der Empfehlung der Heiligen Schrift gehört das Gebet zu den größten inneren Bedürfnissen jedes Gläubigen. Die Gemeinde Gottes betet im Namen des Herrn Jesus Christus.

Glaube, Geduld, Gottes Wille und Gehorsamkeit entscheiden maßgeblich über die Wirkung eines Gebets. Die Gemeinde Gottes praktiziert verschiedene Gebetsformen, z.B. lobpreisende, dankende, bittende und flehende, Gebete Reue und Buße ausdrückende, öffentliche und persönliche. Gottes Kinder beten in allen passenden Lebenslagen und bei jeder Tageszeit, z.B. während des Gottesdienstes und der Missionsarbeit, bei Begrüßungen und beim Abschied, in Trauer- und Krankheitsfällen, zu den Mahlzeiten, in Notlagen und Gefahren.

In besonderen und außergewöhnlichen Fällen empfiehlt das Wort Gottes Gebete, die mit Fasten verbunden sind. Zu jedem Gebet tritt ein Gotteskind mit einem angemessen vorbereiteten Geist an.

Gemeinde Gottes akzeptiert alle biblischen Gebetsformen.

Schriftstellen:

Spr. 28, 9;  Mt. 6, 5-15;   26, 41;   Lk. 1, 10;  18, 1;   Joh. 14, 13;  Rö. 15, 30;  Apg. 1, 14;  20, 36;  28, 8;   Eph. 5, 20; Jak. 5, 13. 16;  1. Thes. 5, 17-18;   1. Tim. 2, 1;   Kol. 1, 3

 

15. Sabbat - der Tag des Herrn

Übereinstimmend mit dem vierten Gebot ist der siebte Tag der Woche (Samstag) der Tag des Ausruhens und Gott gewidmet (Tag des Herrn). Bei der Erschaffung der Welt wurde dieser Tag bestimmt als Erinnerung an den Akt der Schöpfung. Am Sabbattag ruhte Gott selbst, segnete und heiligte ihn.

Jesus Christus hat den Sabbat gehalten und verhielt sich dessen Heiligkeit und Unveränderlichkeit bestätigend. In seinem täglichen Leben zeigte er dessen wahre Bedeutung und Herrlichkeit.

Durch die ganze Zeitspanne der Geschichte hat das Volk Gottes den Sabbattag als Tag des Herrn gehalten. Der allwissende Gott, vorausschauend, dass dieses Gebot andauernd gebrochen, vermieden und schließlich geändert wird, kennzeichnete es mit dem Wort: „Gedenke!“ Der Tag des Herrn war, ist und wird das Erkennungszeichen zwischen Gott und seinem Volk. Er beginnt am Freitagabend (Sonnenuntergang) und dauert bis zum Sonnenuntergang am Samstag.

Schriftstellen:

1. Mo. 2, 1-3;   2. Mo. 16, 22-30;   20, 8-11;   3. Mo. 23, 32;  Mk. 2, 27-28;  Jes. 56, 2. 6;   58, 13-14;  Lk. 4, 16;   Mt. 24, 20;  Hebr. 4, 9;  Of. 1, 10;   Apg. 13, 13-14. 42. 44;   Jak. 2, 10-12

 

16. Das tägliche Glaubensbekenntnis

Die Aufgabe der Gemeinde Gottes besteht vor allem darin, über die Wahrheit Gottes und die Erlösung in Jesus Christus, Zeugnis abzulegen.

Jedes Gemeindemitglied spürt die Verantwortung für die Menschheit, die sich dem Weltuntergang nähert. Diese Verantwortung zeigt sich in der Gemeindearbeit auf dem Missionsfeld, wo jedes Mitglied seinen Teil dazu beiträgt. Das Ausmaß der Arbeit von jedem Einzelnem ist abhängig von der Vielzahl der Gaben, die er vom Geist Gottes empfangen hat.

Eine Zeugnisablegung über Gottes Wahrheit und die Erlösung in Christus erfolgt auf verschiedene Weise: mündlich, durch die Bibel und Missionsbriefe, durch Gemeindeliteratur, aber auch durch das tägliche christliche Leben.

Mündliches verkünden zeigt sich beim Kontakte knüpfen mit Menschen, die daran Interesse zeigen. Man versucht mit ihnen in Verbindung zu bleiben und die auch zu pflegen, wobei die Bereitschaft, gemeinsam Gottes Wort zu studieren und auch darüber zu diskutieren, von großer Bedeutung ist. Mann kann auch auf andere Weise missionieren, indem man die Bibel unter den Menschen verbreitet, die daran Interesse zeigen; man verschickt denjenigen Missionsbriefe und christliche Literatur.

Doch die beste und wirkungsvollste Form Gottes Wahrheit zu offenbaren ist das eigene, vorbildliche, christliche Leben. Das Zeugnis im Wort muss untermauert werden durch das tägliche Leben.

Schriftstellen:

Mat. 5, 16;  Spr. 24, 11;   2. Kor. 3, 2;   5, 11;  Kol. 4, 16;  2. Tim. 2, 15;   1. Ptr. 2, 12


17. Die äußerlichen Eigenschaften eines Christen

Ein gläubiger Christ unterscheidet sich sichtbar von seinem Umfeld. Sein Verhalten, Benehmen und Aussehen präsentiert die höchste Stufe der Kultur und spiegelt die biblische Moral wieder. Zu seinen Eigenschaften gehören: Bescheidenheit, Demut, Sanftmut, Ausgeglichenheit, Gutherzigkeit, geistliche und körperliche Reinheit. Diese Merkmale äußern sich durch seine Redensart, gekonntes Zuhören, sichtbare Geduld, eine angemessene und geschmackvolle Bekleidung.

Nach der inneren Schönheit strebend, bekennt sich ein Christ zu dem Natürlichen und Unverfälschten; den künstlichen, übertriebenen Schönheitskorrekturen steht er skeptisch und ablehnend gegenüber.

Ein Christ hält sich fern von negativen Elementen, die in seinem Umfeld vorkommen. Eine schlechte Gesellschaft und ihre Formen des Vergnügens, die den Normen der Heiligen Schrift nicht gerecht werden, finden niemals seine Akzeptanz.

Die Bibel empfiehlt einen angemessenen Gebrauch von Gottes Gaben wie: aktiver Kontakt mit der Natur (Umwelt), Musik, Gesang, anspruchsvolle Literatur, die unseren Geist aufbaut, Teilnahme an Begegnungen mit Brüdern und Schwestern in Herrn (Agape).

Gottes Kinder meiden alles, was nur annähernd etwas mit dem Bösen zu tun haben könnte.

Schriftstellen:

Eph. 5, 3-4;   1. Tim. 2, 8-9;   2. Tim. 2, 22;  Jak. 3, 1-12;  Tit. 2, 1-5;   1. Kor. 5, 9;   6, 9-10;  11, 13-16;   2. Kor. 6, 14-16;   1. Thes. 5, 12-23;  1. Joh. 2, 15-17

 

18. Die biblischen Bräuche

Das äußerliche Bekenntnis des Glaubens ist die Taufe durchs völlige Eintauchen ins Wasser.

Diese Zeremonie tritt im Alter der völligen, geistigen Reife eines Menschen ein. Die Taufe wird durch die Gemeinden Gottes praktiziert auf die ausdrückliche und direkte Anweisung von Jesus Christus hin. Sie symbolisiert das Begraben des bisherigen Lebens, die Vergebung der Sünden und die Entstehung eines neuen Lebens im Herrn. Es geht ihr Buße, Demut, unstillbares Verlangen, Bekehrung und Glauben voran.

Nach der Taufe führen die Ältesten der Gemeinde die Zeremonie der Händeauflegung durch, in der Regel in Zusammenhang mit der Erfüllung des Neugetauften mit dem Heiligen Geist. Damit die Gemeinde wachsen und sich entwickeln kann, ist die Beteiligung des Heiligen Geistes unerlässlich. Daher wird der Händeauflegung eine große Bedeutung beigeordnet.

Der biblische Brauch der Händeauflegung hat auch andere Bedeutungen. Wir unterscheiden die Händeauflegung zur Heilung, zur Segnung oder zur Widmung in der Arbeit für den Herrn (z.B. Diakon, Gemeindeältester oder Prediger).

Bei einem ausdrücklichen Wunsch von Eltern, segnet man ihre Kinder durch die Händeauflegung.

Eine weitere wichtige Zeremonie im Leben von Gottes Volk ist das Abendmahl, dem eine Handlung der Demut vorangeht - die Waschung der Füße. Dieser Brauch ist eine Erinnerung an den Tod und das Blutvergießen von Jesus Christus, in dem das Brot den Leib und der Wein das Blut unseres Heilands symbolisiert. Der Teilnehmer am Abendmahl muss würdig daran herantreten, mit einem reinen Gewissen vor Gott und den Menschen.

Die heilige Schrift beschreibt uns den Brauch der Ölsalbung eines Kranken, verbunden mit Gebeten für seine Heilung. Bei persönlichem Wunsch frisch Vermählter erteilt Ihnen die Gemeinde Gottes die Gemeindesegnung.

Außerdem erteilt die Gemeinde ihren Mitgliedern den letzten Dienst, organisiert für Gemeindeglieder und Freunde die Beisetzung und spendet den Familien der Verstorbenen Trost mit Gottes Wort.

Schriftstellen:

1. Mo. 48, 13-14;  Mt 19, 13-15;  26, 26-29;   28, 19-20;  Mk. 16, 16-18;   Joh. 13, 4-17;  Rö. 6, 1-2;  Apg. 2, 38-39;   6, 3-6;  8, 14-17;  9, 17;   13, 1-3;  1. Kor. 11, 23-29;   2. Tim. 1, 6-7;   Jak. 5, 14-15

 

19. Der Mensch

Gott hat den Menschen als ein gutes und vollkommenes Wesen geschaffen. Erst aufgrund des Sündenfalls ist er sündig und sterblich geworden. Der Mensch besteht aus Geist, Seele und Leib. Weder Geist, noch Seele und Leib können voneinander getrennt eine Persönlichkeit bilden oder bewusst existieren. Die menschliche Seele ist sterblich. Die Unsterblichkeit erlangt der Mensch am Tag der Auferstehung der Gerechten – nur aus Gottes Gnade durch Jesus Christus und wenn er dem Willen Gottes gehorchte.

Die Lehren von dem Leben nach dem Tod, von der Unsterblichkeit der Seele und vom Fegefeuer sind nicht biblischen Ursprung. Die Heilige Schrift warnt die Menschen vor dem Spiritismus und dem Ritual der Geisterbeschwörung.

Schriftstellen:

1. Mo. 1, 31;  3. Mo. 20, 6;  5. Mo. 18, 9-12;   Pred. 7, 29;  9, 5-6. 10;  Ps. 146, 4;  Mt. 10, 28;  Joh. 11, 11;   Rö. 5, 12;  6, 23;   1. Tim. 6, 16;  2. Tim. 4, 8;  1. Thes. 4, 13-18;   5,23

 

20. Die Ehe und die Familie

Die Ehe und die Familie sind Institutionen, die von Gott eingeführt worden sind.

Die Ehe – als monogames, beständiges und bis zum Tod anhaltendes Bündnis – ist eine enge körperlichgeistige Gemeinschaft. Grundlegende Faktoren, die über die Beständigkeit der Ehe und der Familie entscheiden, sind Liebe und Treue. Das gegenseitige Erweisen der Liebe ist das Hauptziel jeder Ehe und entscheidet über ihre Beständigkeit. Das Haupt einer christlichen Ehe ist der Ehemann. Die Heilige Schrift warnt vor Problemen und Gefahren, die eine Ehe zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen nach sich zieht.

Eine vielseitige Erziehung von Kindern ist die grundlegende Aufgabe und Pflicht jeder Eltern. Während des Erziehungsprozesses sollten sie besonderen Wert auf das Erlernen der biblischen Grundsätze legen, sowie auf die Einprägung christlicher, moralethischer Werte. Eltern sollten die materiellen Bedürfnisse ihrer Kinder berücksichtigen und nicht außer Acht lassen.

Über den Wert einer christlichen Familie entscheidet außerdem die Gehorsamkeit und Ehre, welche die Kinder ihren Eltern entgegenbringen und zwar ihr ganzes Leben lang.

Die Ehe und die Familie, die auf den richtigen, christlichen Fundamenten aufgebaut sind, werden zur starken Stütze der Gemeinde Gottes und zum überzeugenden Zeugnis des Glaubens.

Schriftstellen:

1. Mo. 2, 21-24;   5. Mo. 6, 6-7;  Spr. 1, 8-9;   5, 15-20;   19, 18;   29, 15;   Pred. 9, 9;   Mt. 19, 5-6;  Eph. 5, 22-23;   6,1-4;   1. Kor. 7, 10-11;   11, 3;  1. Tim. 5, 4. 14

 

21. Die Gesundheit des Menschen

Der beste Arzt des Menschen ist sein Schöpfer. Im Bezug auf unsere psychische und körperliche Gesundheit gab der Schöpfer uns – durch die Bibel – viele wichtige Vorschriften und Ratschläge.

Die Annahme einer biblischen, gesunden Weltanschauung ist die Voraussetzung, um eine gute psychische Verfassung zu bewahren. Deshalb ist es sehr wichtig die Sünde zu eliminieren und gegen ihre Ursachen anzukämpfen.

Um den guten Gesundheitszustand des Körpers zu bewahren, helfen: sorgfältige Körperhygiene (z.B. Sauberkeit, Erholung, Bewegung, Kontakt zur Natur); unreiner Nahrung entgehen (z.B. Schweinefleisch, Blut); richtige und ausgewogene Ernährung (z.B. Verfressenheit meiden); üble Gewohnheiten (Sucht) bekämpfen (übermäßiger Alkoholgenuss, Nikotin- und Drogenkonsum).

Schriftstellen:

1. Thes. 5, 23;  2. Mo. 15, 26;   3. Mo. 11, 1-47;  Lk. 21, 34;  Ps. 103, 3;  Jes. 66, 17;   Apg. 15, 29;  1. Tim. 5, 23;   1. Ptr. 4, 3

 

22. Die Freiheit des Menschen - Achtung vor der Staatsgewalt

Gott hat jedem Menschen einen freien Willen gegeben. Die Freiheit, nach seinem Gewissen zu handeln und die Möglichkeit seine Konfession frei zu wählen, ist ein elementares, persönliches Recht. Dieses Recht stellt die Grundlage jeder freien, gut funktionierten Gesellschaft dar.

Einen gläubigen Christen kennzeichnet Liebe und Sorge um seinen Nächsten. Er scheut weder Arbeit noch Mühe, damit möglichst viele Menschen gerettet und erlöst werden können. Dies beschränkt sich nicht nur auf seine Freunde, daher sollte sich ein Kind Gottes nicht am Kriegsdienst oder an Kriegshandlungen beteiligen.

Ein Christ, der sich als freier Mensch versteht, weiß, dass man unter dem Deckmantel der Freiheit nichts Böses billigen, geschweige denn tun darf. Das Recht, nach seinem Gewissen frei zu leben, ist unweigerlich verbunden mit der persönlichen Verantwortung, die jeder Mensch für all sein Tun einmal vor Gott tragen muss.

Vor Gott und seinem Volk sind alle Menschen, ohne Rücksicht auf ihre gesellschaftliche, ethnische oder nationale Herkunft, gleich.

Die Staatsgewalt wurde von Gott bestimmt und eingeführt. Die Heilige Schrift gebietet ihr genügend Achtung entgegenzubringen, unter der zu berücksichtigenden Bedingung „Gott mehr zu gehorchen, als den Menschen“ (Apg. 4,19; 5,29).

Schriftstellen:

5. Mo. 30, 19;   Dan. 2, 20-22;  Mt. 22, 21;  Jos. 24, 19-24;  1. Kor. 6, 12;   Rö. 12, 1-2;  13, 1-4

 

23. Das zweite Kommen Jesu Christi

Die Grundlage des Glaubens und der Hoffnung für Gottes Volk ist die Wiederkunft unseres Herrn Jesu Christi. Es wird das größte Ereignis der Zukunft werden und der Grund für die größte Freude der Kinder Gottes. Das Versprechen vom zweiten Kommen Jesu Christi war schon im Alten Testament bekannt und verkündet worden.

Alle Christen verbinden mit diesem Ereignis ihre ganzen Hoffnungen. Mit dem zweiten Kommen Jesu Christi erfolgen die Auferstehung, die Umwandlung und die Mitnahme der Gerechten ins „Haus Gottes“. Der Tag der Wiederkunft Jesu Christi ist und bleibt für die ganze Menschheit ein Geheimnis. Gott fordert jedoch sein Volk auf, wachsam zu bleiben, aufmerksam die Zeichen der Zeit zu beobachten und sich auf den großen, wunderbaren Tag vorzubereiten.

Das zweite Kommen Jesu Christi wird ein sichtbares Ereignis werden. Er kommt in der Herrlichkeit des Vaters samt seinen heiligen Engeln. Dieser Augenblick wird für die einen eine Tragödie, für die anderen eine Freude. Mit der Wiederkunft Jesu Christi wird endgültig die ewige Zukunft der Gerechten und Ungerechten entschieden.

Schriftstellen:

Hiob 19, 25-27;  Dan. 7, 13;  12, 2;   Mt. 24, 27-31;  Joh. 14, 1-3;  Apg. 1, 10-11;   1. Kor. 15, 50-54;  Judas 14;  Philip. 3, 20-21;  1. Thes. 4, 16-17;   Tit. 2, 11-14;  Of. 22, 12